„Grave of the Fireflies“ (1988) Das Ende dieses japanischen Animationsfilms ist eines der traurigsten der Kinogeschichte – und gerade deshalb unvergesslich rührend. Nach dem Tod seiner kleinen Schwester Setsuko stirbt auch der Junge Seita allein in einem Bahnhof. Im letzten Bild erscheinen ihre Geister, Hand in Hand, friedlich und sorglos – umgeben von Glühwürmchen. Der Film beginnt mit Seitas Tod und endet mit seiner Erlösung. Diese Rahmenerzählung enthüllt erst am Schluss die ganze Tragödie: Zwei Kinder, Opfer des Krieges, sterben nicht durch Bomben, sondern durch Gleichgültigkeit und Hunger. Das Ende rührt nicht durch Sentimentalität, sondern durch stille Anklage. Es erinnert uns daran, dass Krieg keine Helden schafft – sondern unschuldige Opfer. Und dass die sanftesten Seelen oft die ersten sind, die das Licht verlieren. Ein Meisterwerk der Trauer – und der Mahnung.
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