„Der Pianist“ (2002)

Die zehn rührendsten Filmenden der Welt

„Der Pianist“ (2002) Das Ende von Roman Polańskis „Der Pianist“ ist leise, doch umso ergreifender: Nach Kriegsende kehrt Władysław Szpilman in das zerstörte Warschau zurück. In einer letzten Szene spielt er Chopins Nocturne in Cis-Moll im Rundfunkstudio – dieselbe Musik, mit der der Film begann. Doch nun erklingt sie nicht mehr aus Angst, sondern aus Erinnerung und neuer Freiheit. Sein deutscher Offizier, der ihn einst rettete, ist verschwunden, verhaftet als Kriegsverbrecher. Szpilman sucht vergeblich nach ihm. Diese stille Geste des Gedenkens, ohne Pathos, unterstreicht die Tragik des Krieges und die Fragilität menschlicher Güte. Der Film endet nicht mit Jubel, sondern mit melancholischer Würde – ein Tribut an alle Überlebenden und an jene, deren Namen vergessen wurden. Gerade diese Zurückhaltung macht das Finale so bewegend: Es erinnert uns daran, dass Rettung oft still geschieht – und dass Dankbarkeit manchmal ohne Antwort bleibt.

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1 Kommentar
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Paula - 2025-12-09Top

Das Ende von "Der Pianist" (2002) ist von ergreifender Stille und bittersüßer Rettung. Nachdem der jüdische Pianist Władysław Szpilman (Adrien Brody) im zerstörten Warschau unvorstellbare Qualen überlebt hat, sitzt er am Ende in einem polnischen Radio-Studio und spielt melancholisch Chopins "Ballade Nr. 1". Dieses unbegleitete Klavierspiel symbolisiert den Triumph der Menschlichkeit und Kunst über die Barbarei – ein rührendes, wortloses Zeugnis von Verlust, Überleben und der unzerstörbaren Kraft der Musik.

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