„Der Pianist“ (2002) Das Ende von Roman Polańskis „Der Pianist“ ist leise, doch umso ergreifender: Nach Kriegsende kehrt Władysław Szpilman in das zerstörte Warschau zurück. In einer letzten Szene spielt er Chopins Nocturne in Cis-Moll im Rundfunkstudio – dieselbe Musik, mit der der Film begann. Doch nun erklingt sie nicht mehr aus Angst, sondern aus Erinnerung und neuer Freiheit. Sein deutscher Offizier, der ihn einst rettete, ist verschwunden, verhaftet als Kriegsverbrecher. Szpilman sucht vergeblich nach ihm. Diese stille Geste des Gedenkens, ohne Pathos, unterstreicht die Tragik des Krieges und die Fragilität menschlicher Güte. Der Film endet nicht mit Jubel, sondern mit melancholischer Würde – ein Tribut an alle Überlebenden und an jene, deren Namen vergessen wurden. Gerade diese Zurückhaltung macht das Finale so bewegend: Es erinnert uns daran, dass Rettung oft still geschieht – und dass Dankbarkeit manchmal ohne Antwort bleibt.
Kommentar hinzufügen + Stimmen ( 2 )...
...