„Hereditary“ (2018)

Die zehn beliebtesten Horrorfilme der Welt

„Hereditary“ (2018) Ari Aster’s Debüt ist ein Familienmelodram, das sich langsam in einen kosmischen Albtraum verwandelt. Nach dem Tod der Großmutter erleidet die Familie Graham einen unaufhaltsamen Zerfall: seltsame Rituale, unerklärliche Tragödien, Stimmen aus dem Dachboden. Toni Collette liefert eine der intensivsten Darstellungen von Trauer und Wahnsinn im modernen Kino. Der Horror entsteht nicht aus Monstern, sondern aus emotionaler Zerrüttung – bis die übernatürliche Wahrheit enthüllt wird: Die Familie war Teil eines satanischen Plans zur Wiedergeburt eines Dämons. Asters Inszenierung ist kunstvoll, fast theatralisch; er nutzt Miniaturmodelle als Metapher für Kontrolle und Schicksal. Die berühmte Szene, in der Annie an der Decke kriecht, ist ebenso verstörend wie symbolisch. „Hereditary“ fordert Geduld – doch wer bleibt, wird belohnt mit einem der düstersten, intelligentesten Horrorfilme des 21. Jahrhunderts. Er erinnert uns: Manchmal ist das wahre Böse nicht draußen – es wurde uns in die Wiege gelegt.

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