„The Texas Chain Saw Massacre“ (1974)

Die zehn beliebtesten Horrorfilme der Welt

„The Texas Chain Saw Massacre“ (1974) Tobe Hoopers Low-Budget-Schocker wirkt wie ein Dokumentarfilm aus der Hölle. Eine Gruppe junger Leute gerät in Texas in die Fänge einer kannibalistischen Familie, angeführt vom stummen Leatherface, der mit einer Motorsäge mordet. Gedreht in drückender Hitze mit minimalem Licht und echtem Tierblut, strahlt der Film eine rohe, fast dokumentarische Authentizität aus. Es gibt kaum Musik, kaum Erklärungen – nur Panik, Schweiß und das Brüllen der Säge. Der Horror entsteht aus Hilflosigkeit: Die Opfer rennen orientierungslos durch verwinkelte Räume, während Leatherface wie ein Tier jagt. Obwohl wenig Blut zu sehen ist, wirkt der Film extrem gewalttätig – weil er die Fantasie des Zuschauers arbeiten lässt. Inspiriert von der wahren Figur Ed Gein, thematisiert er den Zusammenbruch der ländlichen Idylle im Amerika der 70er. Kritiker nannten ihn „pervers“, doch er wurde zum Kult. Heute gilt er als Geburtsstunde des modernen Splatter – nicht wegen Effekten, sondern wegen seiner ungefilterten Sinnlichkeit des Grauens.

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