„Get Out“ (2017)

Die zehn beliebtesten Horrorfilme der Welt

„Get Out“ (2017) Jordan Peeles Debütfilm ist ein Meisterwerk der sozialkritischen Horrorkunst. Chris, ein schwarzer Fotograf, besucht das Anwesen der weißen Eltern seiner Freundin – doch bald merkt er, dass etwas nicht stimmt. Unter der Fassade liberaler Freundlichkeit lauert ein grausames Experiment: Weiße transplantieren ihr Gehirn in schwarze Körper, um deren körperliche Vorzüge zu nutzen. Peele verbindet klassische Horror-Elemente (Hypnose, Gefangenschaft, Body Snatching) mit messerscharfer Rassenkritik. Der „Sunken Place“ – ein Zustand völliger Hilflosigkeit – wird zur Metapher für systemischen Rassismus. Was den Film so besonders macht, ist sein Gleichgewicht: Er ist spannend, witzig, schockierend – und politisch ohne Belehrung. Daniel Kaluuyas Performance ist nuanciert und kraftvoll; LilRel Howery liefert komödiantische Entlastung ohne Banalität. „Get Out“ gewann einen Oscar für das beste Originaldrehbuch – selten für ein Horrorfilm – und wurde zur kulturellen Chiffre. Er zeigte: Horror kann nicht nur unterhalten, sondern auch aufwecken. Und manchmal ist der wahre Albtraum nicht das Monster – sondern die lächelnde Höflichkeit dahinter.

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