„The Ring“ (2002) Gore Verbinskis US-Remake des japanischen Klassikers „Ringu“ brachte den J-Horror global ins Kino – und machte eine flüsternde Frau mit langen schwarzen Haaren zum Symbol moderner Angst. Die Prämisse ist simpel, aber genial: Wer ein mysteriöses Videoband sieht, stirbt in sieben Tagen – es sei denn, er kopiert es und gibt es weiter. Journalistin Rachel Keller (Naomi Watts) untersucht den Fluch und entdeckt die traurige Geschichte von Samara, einem Mädchen mit übersinnlichen Kräften, das in einen Brunnen geworfen wurde. Der Film verzichtet auf Jump Scares zugunsten einer allgegenwärtigen Düsternis: graue Farbpalette, nasses Haar, das Klackern eines Fernsehers im leeren Raum. Der finale Moment – Samaras Hand greift aus dem Bildschirm – ist ikonisch. Doch der wahre Horror liegt in der Unausweichlichkeit: Technologie verbreitet den Fluch, und niemand ist sicher. „The Ring“ thematisiert indirekt elterliche Schuld, Medienangst und digitale Entfremdung. Mit über 249 Millionen Dollar Einspiel bei kleinem Budget wurde es zum erfolgreichsten Horrorfilm seiner Zeit – und bewies, dass Stille manchmal lauter schreit als Blut.
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