„Planet der Affen“ (1968) Der finale Twist dieses Science-Fiction-Klassikers ist ikonisch: Nachdem Astronaut Taylor durch eine apokalyptische Welt regiert von intelligenten Affen reist, stößt er am Strand auf die halbversunkene Freiheitsstatue – und erkennt entsetzt, dass er nicht auf einem fremden Planeten, sondern auf der zukünftigen Erde gelandet ist. Die menschliche Zivilisation hat sich selbst vernichtet, und die Affen erbten die Welt. Dieser Moment, begleitet von Taylors verzweifeltem Schrei – „Ihr verdammten Narren! Ihr habt es zerstört!“ –, ist eine messerscharfe Atomkriegs-Parabel des Kalten Krieges. Was den Twist so wirkungsvoll macht, ist seine langsame Vorbereitung: Taylor sucht nach Spuren menschlicher Existenz, findet aber nur Schweigen – bis zur finalen Offenbarung. Der Film täuscht durch exotische Kulissen und fremdartige Gesellschaftsstrukturen, doch die Wahrheit ist erschreckend nah. Der Twist verändert nicht nur die Handlung, sondern die gesamte Botschaft: Es ist kein Abenteuer im All, sondern eine Warnung an die Menschheit. Bis heute einer der politischsten und poetischsten Twists der Filmgeschichte.
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