„The Usual Suspects“ (1995) Der legendäre Twist dieses Kriminaldramas enthüllt, dass der scheinbar harmlose Krüppel Verbal Kint (Kevin Spacey) in Wirklichkeit der mythische Gangsterboss Keyser Söze ist. Die gesamte Geschichte, die er dem Polizisten im Verhör erzählt, ist eine spontan erfundene Lüge – zusammengesponnen aus Gegenständen im Büro. Der Name „Keyser Söze“ stammt sogar vom Schild „Kobayashi“ auf einem Kaffeebecher. Dieser Moment, in dem der Detective plötzlich begreift und Verbal/Kint lächelnd davongeht, ist Kinogeschichte. Der Twist funktioniert, weil der Film uns glauben lässt, es gehe um ein Ensemble – doch alles dreht sich um einen Einzelnen. Spaceys ruhige, fast unterwürfige Darstellung wirkt im Rückblick als perfekte Tarnung. Der Schlusssatz – „Der größte Trick, den der Teufel je vollbracht hat, war, uns glauben zu machen, er existiere nicht“ – wird zur Meta-Aussage über Täuschung selbst. Der Film gewann zwei Oscars, darunter für das Drehbuch – und prägte für immer, wie man eine Lüge als Wahrheit verkauft.
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