Kopfhoch-Schlaf (aufgestützt) Viele Menschen – besonders in urbanen Zentren oder bei gesundheitlichen Beschwerden – schlafen nicht flach liegend, sondern mit leicht erhöhtem Oberkörper, oft gestützt durch mehrere Kissen oder verstellbare Betten. Diese „Kopfhoch“-Position ist besonders verbreitet bei Personen mit Reflux, Asthma, Schlafapnoe oder chronischen Rückenproblemen. Aber auch gesunde Menschen wählen sie bewusst, etwa nach schweren Mahlzeiten oder bei Erkältungen. In einigen Kulturen, wie in Teilen des Nahen Ostens oder Nordafrikas, ist es traditionell üblich, auf weichen, aber aufrechteren Unterlagen zu schlafen – eine Praxis, die Komfort und Wachsamkeit verbindet. Psychologisch kann diese Haltung auf leichte Angst oder Kontrollbedürfnis hindeuten: Wer aufrecht schläft, bleibt halb wach, bereit zu reagieren. Moderne Schlafmedizin bestätigt jedoch ihre therapeutische Wirkung: Sie verbessert die Atmung, entlastet den Magen und reduziert nächtliche Herzbelastung. Obwohl nicht als „klassische“ Schlafposition gelistet, ist sie global weit verbreitet – ein stiller Kompromiss zwischen Erholung und Schutz, besonders in unsicheren oder belasteten Lebensphasen.
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