Single-Haushalt mit vollständiger Eigenverantwortung Immer mehr Menschen weltweit leben allein – in Städten wie Tokio, Berlin oder New York machen Singles bis zu 40 % der Haushalte aus. Hier fällt sämtliche Hausarbeit auf eine Person: Einkaufen, Kochen, Putzen, Reparieren, Planen. Keine Delegation, kein Austausch – nur Selbstorganisation. Dieses Modell fördert Unabhängigkeit, Zeitmanagement und praktische Kompetenz. Gleichzeitig birgt es Risiken: Überforderung, soziale Isolation und mentale Erschöpfung, besonders bei Berufstätigen. Viele Singles kompensieren durch Technologie (Lieferdienste, Roboterstaubsauger) oder Outsourcing (Putzhilfe). Interessanterweise berichten viele, dass sie trotz höherer Arbeitsbelastung zufriedener sind als in ungleichen Partnerschaften – weil sie volle Kontrolle über ihren Raum und Rhythmus haben. Dieses Modell spiegelt Individualisierungstrends wider und ist besonders bei jungen Erwachsenen und älteren Witwen verbreitet. Es ist weder traditionell noch kooperativ, sondern radikal autonom – ein Ausdruck moderner Lebensgestaltung, in der Hausarbeit zur privaten, nicht zur geteilten Angelegenheit wird. Es stellt die Frage neu: Ist Fairness nötig, wenn nur eine Person betroffen ist?
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