Traditionelle geschlechtsspezifische Aufteilung In vielen Regionen der Welt – besonders in ländlichen Gebieten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas – folgt die Hausarbeitsteilung fest verankerten Geschlechterrollen: Frauen übernehmen nahezu alle innenorientierten Tätigkeiten wie Kochen, Putzen, Wäschepflege und Kinderbetreuung, während Männer für Einkommen, Reparaturen und externe Angelegenheiten zuständig sind. Diese Aufteilung wird oft durch religiöse oder kulturelle Normen legitimiert und als „natürliche Ordnung“ akzeptiert. Obwohl immer mehr Frauen erwerbstätig sind, bleibt die Doppelbelastung bestehen: Vollzeitarbeit plus unbezahlte Sorgearbeit. UN-Studien zeigen, dass Frauen in solchen Kontexten bis zu dreimal so viel Zeit mit Hausarbeit verbringen wie Männer. Dennoch bietet dieses Modell Stabilität in konservativen Gemeinschaften und wird oft von älteren Generationen aktiv aufrechterhalten. Langfristig birgt es jedoch Risiken wie Abhängigkeit, psychische Überlastung und eingeschränkte berufliche Entwicklung für Frauen. Trotz globaler Fortschritte bleibt es aufgrund seiner tiefen Verwurzelung die am weitesten verbreitete Form der Hausarbeitsteilung – nicht weil sie gerecht ist, sondern weil sie vertraut wirkt.
Kommentar hinzufügen + Stimmen ( 2 )...
...