Graupapagei Graupapageien zeigen ein bemerkenswertes Maß an Selbstbewusstsein, das weit über einfaches Nachplappern hinausgeht. Obwohl sie den Spiegeltest nicht klassisch bestehen, erkennen sie ihr Spiegelbild als „sich selbst“ und nutzen es zur Selbstinspektion – etwa um Federn zu richten. Berühmt ist Alex, der Graupapagei von Irene Pepperberg, der nicht nur Wörter lernte, sondern Konzepte wie „gleich“, „anders“, „größer“ oder „keins“ verstand. Er konnte Fragen wie „Was ist das?“ oder „Wem gehört das?“ beantworten – und sagte einmal „Ich liebe dich“, bevor er starb. Graupapageien zeigen individuelle Persönlichkeiten, planen Handlungen (etwa das Verstecken von Lieblingsspeisen) und erkennen sich in Fotos oder Videos wieder. Sie verstehen, dass andere Individuen eigene Wünsche haben – ein Hinweis auf Theory of Mind. Ihre langen Lebensspannen (bis 80 Jahre) ermöglichen tiefe Bindungen und kontinuierliche Selbstentwicklung. Das Selbstbewusstsein des Graupapageis ist sprachlich, emotional und sozial verankert – ein Beweis, dass Bewusstsein auch in einem vogelhaften Gehirn blühen kann.
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