Orca Orcas verfügen über ein hochentwickeltes Selbstbewusstsein, das sich in komplexem Sozialverhalten, kultureller Weitergabe und möglicherweise sogar in einem individuellen „Selbstkonzept“ äußert. Obwohl der klassische Spiegeltest unter Wasser schwer durchführbar ist, deuten Verhaltensstudien stark auf Selbstwahrnehmung hin: Orcas erkennen ihre eigenen Laute, ahmen gezielt nach und zeigen Neugier gegenüber ihrem Spiegelbild. Jeder Orca hat einen einzigartigen Dialekt und eine akustische „Signatur“, die er lebenslang behält – ein Hinweis auf individuelle Identität. Sie trauern um Verstorbene, tragen tote Jungtiere wochenlang und verändern ihr Sozialverhalten nach Verlusten. Ihre Jagdtechniken werden über Generationen mündlich weitergegeben, was kulturelles Lernen und Selbstpositionierung innerhalb einer Gruppe voraussetzt. Orcas kooperieren nicht nur, sondern scheinen Absichten anderer zu verstehen – eine Form der Theory of Mind. In Gefangenschaft zeigen sie Frustration, Langeweile und sogar Selbstverletzung, wenn soziale Bedürfnisse ignoriert werden. Dies alles deutet darauf hin, dass Orcas nicht nur handeln, sondern sich ihrer selbst als Individuum innerhalb einer Gemeinschaft bewusst sind.
Kommentar hinzufügen + Stimme ( 1 )...
Aktuell keine Kommentare!