Delfin Delfine gehören zu den wenigen Tieren, die den Spiegeltest bestehen – ein entscheidender Hinweis auf Selbstbewusstsein. Sie erkennen sich im Spiegel, inspizieren gezielt markierte Körperstellen und nutzen die Reflexion spielerisch oder forschend. Doch ihr Selbstbewusstsein geht weiter: Jeder Große Tümmler entwickelt einen individuellen „Signature Whistle“ – einen akustischen Namen, den er lebenslang behält und den andere gezielt verwenden, um ihn anzusprechen. Delfine rufen sich gegenseitig beim „Namen“, was auf ein Konzept individueller Identität hindeutet. Sie zeigen Empathie, helfen Verletzten, trauern um Tote und kooperieren strategisch. In Experimenten erkennen sie abstrakte Symbole für ihren eigenen Körper und unterscheiden „Ich“ von „Anderen“. Ihre Gehirne weisen eine hohe neuronale Dichte im limbischen System auf – verbunden mit Emotion und Selbstwahrnehmung. Delfine spielen nicht nur aus Freude, sondern auch mit Regeln und Rollen, was metakognitives Denken nahelegt. Diese Kombination aus individueller Identität, sozialem Verständnis und Selbstreflexion macht den Delfin zu einem der faszinierendsten Träger tierischen Selbstbewusstseins – ein intelligentes Wesen, das weiß, dass es existiert.
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