Undertale Undertale tarnt sich als retroartiges RPG – entpuppt sich aber als radikale Meditation über Gewalt, Moral und Empathie. Der Spieler steuert ein Kind, das in die Unterwelt fällt, und trifft auf Monster, die alle Namen, Persönlichkeiten und Ängste haben. Die entscheidende Innovation: Man muss niemanden töten. Stattdessen kann man mit Feinden reden, tanzen oder flirten. Jede Wahl beeinflusst die Welt – bis hin zu völlig unterschiedlichen Enden. Die „Pacifist“-Route belohnt Geduld und Mitgefühl; die „Genocide“-Route führt zu existenzieller Leere. Toby Fox verwebt Humor, Musik und Meta-Erzählung zu etwas Einzigartigem. Charaktere wie Toriel, Sans oder Asgore wirken simpel – doch ihre Geschichten berühren tief. Undertale fragt nicht, was du tun kannst, sondern was du tun willst – und macht damit Ethik zum Kernmechanismus. Es ist ein Spiel, das liebt, statt zu bestrafen.
Kommentar hinzufügen + Stimme ( 1 )...
Aktuell keine Kommentare!