Serien und Filme schauen Streaming-Dienste haben das passive Konsumieren von Filmen und Serien zur global dominierenden Wochenendbeschäftigung gemacht. Ob Netflix in Brasilien, iQiyi in China oder Disney+ in Europa – das „Binge-Watching“ bietet Entspannung, Flucht und Unterhaltung ohne Aufwand. Viele nutzen das Wochenende, um endlich jene Inhalte zu sehen, für die unter der Woche keine Zeit bleibt. Paare schauen gemeinsam, Jugendliche tauschen Empfehlungen online, Alleinstehende finden Trost in fiktiven Welten. Diese Aktivität ist besonders beliebt in urbanen Zentren mit hohem Leistungsdruck, wo Ruhe und Passivität selbst zur Rebellion werden. Kritiker warnen vor Bewegungsmangel oder sozialer Isolation, doch Nutzer betonen oft die therapeutische Wirkung: eine klare Pause vom eigenen Leben. Zudem hat sich das gemeinsame Schauen zu einem modernen Ritual entwickelt – etwa „Serien-Date“ statt Restaurant. Obwohl passiv, schafft es oft Gesprächsstoff und emotionale Resonanz. Es ist die digitale Version der alten Sofarunde – still, aber verbindend.
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