Harris-Habicht (Parabuteo unicinctus) Der Harris-Habicht, auch Wolfshabicht genannt, ist der einzige Greifvogel, der regelmäßig in Teams jagt – oft in Gruppen von 2 bis 7 Vögeln. Diese Kooperation ist besonders in trockenen Regionen wie der mexikanischen Wüste überlebenswichtig. Die Jagdstrategie ist raffiniert: Ein Vogel lockt Beutetiere wie Kaninchen oder Eidechsen aus dem Versteck, während andere im Hinterhalt lauern oder Fluchtrouten blockieren. Manchmal führen sie sogar Staffeljagden durch, bei denen sie sich abwechseln, um die Beute zu ermüden. Junge Vögel werden oft von älteren unterstützt – ein seltenes Beispiel für alloparentale Jagdhilfe bei Vögeln. Die Gruppen bestehen meist aus verwandten Männchen und einem dominanten Weibchen, was die Kooperation begünstigt. Ihre Kommunikation erfolgt durch leise Rufe und Flugmanöver, die präzise Abstimmung erfordern. Nach dem Fang teilen sie die Beute friedlich – ein Zeichen starker sozialer Bindung. Der Harris-Habicht beweist, dass selbst bei Raubvögeln, typischerweise Einzelgänger, Kooperation evolutionär vorteilhaft sein kann – besonders in rauen Lebensräumen, wo Teamwork den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmacht.
Kommentar hinzufügen + Stimme ( 1 )...
Aktuell keine Kommentare!