Hyäne (Crocuta crocuta) Tüpfelhyänen leben in streng hierarchischen Clans mit bis zu 80 Mitgliedern und sind hoch effiziente kooperative Jäger – entgegen dem Vorurteil, sie seien nur Aasfresser. Bis zu 95 % ihrer Nahrung erjagen sie selbst, oft in Gruppen von 2 bis 15 Tieren. Sie jagen in der Nacht und nutzen Ausdauer, um Beute wie Zebras oder Gnus über mehrere Kilometer zu hetzen. Ihre Strategie: Umzingeln, isolieren und durch gezielte Bisse an Beinen oder Bauch schwächen. Die Kommunikation erfolgt durch charakteristisches „Lachen“, aber auch durch subtile Körpersignale und Duftmarken. Hyänen kennen jeden Clan-Mitglied individuell und passen ihre Kooperation an soziale Ränge an – dominante Tiere führen oft die Jagd an. Nach dem Fang entsteht kein Chaos: Die Hierarchie regelt den Zugang zur Beute, was Konflikte minimiert. Bemerkenswert ist ihre kognitive Leistung: Sie erkennen Stimmen fremder Clans, planen Umgehungsmanöver und kooperieren selektiv mit vertrauenswürdigen Partnern. Ihre Jagd ist Ausdruck sozialer Intelligenz – eine Mischung aus Strategie, Disziplin und kollektivem Gedächtnis, die sie zu einem der erfolgreichsten Raubtiere Afrikas macht.
Kommentar hinzufügen + Stimme ( 1 )...
Aktuell keine Kommentare!