Bloomberg L.P.

Die zehn gefährlichsten monopolartigen Unternehmen der Welt

Bloomberg L.P. Bloomberg dominiert den Finanzinformationsmarkt mit über 320.000 Terminals weltweit – jedes zu einem Jahrespreis von rund 24.000 US-Dollar. Banken, Hedgefonds und Regierungen sind abhängig von seinen Echtzeit-Daten, Nachrichten, Analysetools und Messaging-Diensten. Diese Infrastrukturposition schafft extreme Wechselkosten: Wer Bloomberg verlässt, verliert Zugang zu einem informellen Netzwerk, das Deals und Entscheidungen prägt. Der Konzern kontrolliert damit nicht nur Informationen, sondern auch Handelsströme und Markttransparenz. Konkurrenten wie Refinitiv (LSEG) oder FactSet bleiben deutlich hinterher. Bloomberg nutzt zudem seine Medienmarke (Bloomberg News) zur Beeinflussung – oft ohne klare Trennung zwischen Journalismus und Terminal-Geschäft. Regulierungsbehörden kritisieren mangelnde Interoperabilität und überhöhte Preise. Die wahre Macht liegt darin, dass Bloomberg zum de facto Standard für Finanzkommunikation wurde – ein privates Unternehmen, das bestimmt, wie Kapital fließt, wer informiert ist und welche Daten als „Marktwahrheit“ gelten. In einer kapitalistischen Welt ist das eine subtile, aber tiefgreifende Form der Monopolmacht.

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