Weißspitzen-Riffhai (Triaenodon obesus)

Die zehn besten Täuscher unter Tieren der Welt

Weißspitzen-Riffhai (Triaenodon obesus) Dieser Hai täuscht durch scheinbare Harmlosigkeit. Anders als seine aggressiven Verwandten schwimmt er oft träge und neugierig an Taucher heran, wirkt friedlich und wenig bedrohlich. Doch diese Ruhe ist trügerisch: Bei plötzlicher Beuteerkennung explodiert er in Sekundenbruchteilen zu voller Geschwindigkeit. Noch raffinierter: Seine weißen Flossenspitzen ähneln den hellen Enden von Fischschwänzen – eine Form der Aggressiven Mimikry. Kleine Fische, die nach Artgenossen suchen, nähern sich unwissentlich – und werden sofort verschlungen. Zudem nutzt er Korallenriffe als Hinterhalt: Er bleibt reglos in Höhlen, wirkt wie ein toter Fisch, und lockt so neugierige Beute an. Seine Täuschung ist dreifach: optisch (Flossenspitzen), verhaltensmäßig (Trägheit) und räumlich (Hinterhalt). Obwohl er für Menschen selten gefährlich ist, bleibt er ein effizienter Jäger durch Irreführung. Der Weißspitzen-Riffhai beweist, dass selbst Spitzenprädatoren auf Täuschung setzen – denn im Meer zählt nicht nur Kraft, sondern auch die Kunst, unsichtbar zu wirken, bis es zu spät ist.

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